Malergemeinschaft 21. Jahrhundert, Karin Zorn, Sebastian Gollub, Markus Meyer

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Aufruf oder Manifest

 

Die Drei Deutschsprachigen Maler Karin Zorn, Sebastian Gollub und Markus Meyer haben sich am 11. Januar 2011 zur Malergemeinschaft MJÖLNIR zusammengeschlossen. Ihre künstlerische Herkunft könnte nicht unterschiedlicher sein. Markus Meyer ist durch die Schulung des Bildhauers M. Krösche gegangen. Sebastian Gollub ist Autodidakt. Karin Zorn hat ihr Studium in Linz, an der Kunstuniversität für Gestaltung, mit Auszeichnung absolviert.

Die Überbrückung von Gegensätzen aller Art gehört zum Selbstverständnis der Gemeinschaft.

MJÖLNIR bietet künstlerübergreifende Werke in intimer wie großflächiger Ausführung. Signum des Erscheinens sind vorerst die Triptychen. Im weiteren ist an Raumgestaltungen gedacht.

MJÖLNIR-Kunst knüpft an die Zeit vor den Weltkriegen an. Die beteiligten Künstler sind sich voll bewusst, dass hier ein Ausgangspunkt für eine vollständig anders geartete Kunstentwicklung der gesamten Kunstszene intendiert wird.

Vor dem Ersten Weltkriege noch, hat etwas entschieden werden müssen und ist entschieden worden. Das war das Schicksal der Kunst. Die Entscheidung die gefällt wurde, hat die Kunst des 20. Jahrhunderts, wie wir sie kennen, zur Folge gehabt. Die Uhr soll keineswegs zurückgedreht werden, aber hundert vergangene Jahre eröffnen eine unangetastet-neue Chance.

MJÖLNIR beabsichtigt durchaus in Bälde einschlägige Publikationen zur Gesamtthematik zu veröffentlichen. Vorweg eine Kostprobe mit dem Missverständnispotential des Schlagwortartigen.

Wenn etwa Bereitschaft bestünde, das Münchner Gespann Jawlensky/Kandinsky als Archetypus der besagten Entscheidungsproblematik aufzufassen, bliebe kein Zweifel, dass die damalige Entscheidung, pro Kandinsky ausgefallen ist.

Jawlenskys Zurückweisung seiner Berufung an das Bauhaus unterstreicht nur den geschichtlichen Verlauf.

Wir erlauben uns nun allen Ernstes, für denkbar zu halten, dass auch für den Fall einer Entscheidung gegen Kandinsky, also konkret pro Jawlensky, eine tragfähige Jahrhundertkunst zur Folge gehabt hätte mit allen, beim besten Willen nicht weiter absehbaren Konsequenzen. Dass wir mit Jawlensky den Todespunkt seines Spätwerkes meinen, versteht sich dabei nahezu von selbst. Er selbst spricht davon, als er körperlich nicht mehr in der Lage ist zu malen, dass er eine vollständig anders geartete Kunst vor Augen habe, die sich nahtlos aus seinen letzten Arbeiten erheben könne. Die Zeit, über das Zukunftsschicksal der Kunst erneut zu befinden, scheint gekommen.

Wir zumindest haben entschieden, diesmal für Jawlensky. MJÖLNIR ermuntert die ausübende Künstlerschaft, der Kunst der Zukunft, genauer gesagt der des 21. Jahrhunderts, eine erneute Chance einzuräumen. Mögen die Nachfolgenden, zu Beginn des 22. Jahrhunderts, mit Blick auf beide gegangenen Wege, neu entscheiden!

Bemerkenswert ist, dass wir keine Weltanschauungsmaler sind. Konfessionsbindung scheint uns ebenfalls nicht angängig. Jedoch gottlos sind wir nicht. Wir achten den Menschen, die Schöpfung. Wir nennen uns Maler, nicht deshalb, weil wir etwa nicht in erster Linie Bildende Künstler wären, sondern, weil uns die gute, alte und echte Malerei, die wirklich von der Farbe herkommend keinerlei Alternativen sucht und eben als Malerei sich selbst genügt, den Hammerschlag ersehnen läßt, der eine neue Kultur heraufbeschwört und zu bilden vermag. So erklärt sich auch unser Name, der Name der Gemeinschaft: MJÖLNIR, der Hammer des Nordens

Begründet hat sich unsere Gemeinschaft in Berlin. Gegenwärtig arbeiten wir wechselweise in Berlin und Hamburg, sowie in unserem neueingerichteten Gemeinschaftsatelier in Wels, Oberösterreich.

Darüberhinaus ziehen wir durch die Lande um eine erneute malerische Vorgehensweise mit zahlreichen Künstlern an ihren angestammten Arbeitsplätzen zu pflegen. Ersten Fuß konnte die geübte Methode bis jetzt in Rußland, der Ukraine, in Ungarn, Deutschland, Österreich, der Schweiz; in Italien, in Norwegen und Finnland fassen. Serbien und Kroatien werden nächstens folgen.

Bei der hier angedeuteten Methode geht es keineswegs um das Geistige in der Kunst, sondern die voll im Leben stehende, gesunde Seele. Es geht um gekonnt-ergriffenes Erleben, jenseits aller Subjektivismen.

Das ist, was wir wollen, das ist, was jetzt möglich scheint.

Das Realwesen der den Betrachter persönlich antastenden Begegnung im Gewande des bloß als belangloses Stück erscheinenden Werkes, dürfte die Herausforderung der Kunst des 21. Jahrhunderts an den geneigten Zeitgenossen sein und werden.

Wer mag sich der Herausforderung, durch einen bloßen Gegenstand hindurch, nun selbst eingeschätzt zu werden, stellen? -

Ich!

Von Gestern ist, wer nicht sich, sondern ein Werk auf den Prüfstand stellt .

Der Künstler ist frei. Sein Werk legt ihm nach Maßgabe seiner Offenheit nahe, welche Lektion er sich zu erteilen hätte. Für den Betrachter gilt dies analog, nur dass den Stellenwert des Werkes nun sein Betrachten hat.

Ganz leise und behutsam haben wir uns auf den Weg gemacht.

Dem einzelnen Betrachter wird demnach jedes unserer Werke ein stummer, oder ein beredter Zeuge des hier Angedeuteten sein können. Genau dazu laden wir ein.

Wer die Identität jeweils aller drei, der von uns gebotenen, zunächst unterschiedlich anmutenden Werke zu erfassen sucht, also gar nicht auf Unterschiedlichkeiten unserer drei Malweisen hin auszuweichen trachtet, der erschließt sich mit innerer Sicherheit den notwendigen Sinn, der die eigentliche Aussage unserer Kunst wirklich liest. Dieser Betrachter dann, ist ein echter Wertschätzer der sich ankündigenden Kunstentwicklung dieses Jahrhunderts.

Wohlan! - Mit MJÖLNIR, das ist der Hammer, das sind wir vier,

Karin Zorn, Sebastian Gollub, Markus Meyer

 

 

 

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derzeit bearbeitete Themata sind.

 

 

1) ein Deutsches Stilleben.

2) Selbstüberwindung – quer – (o. Abb.)

3) Hochbild des Menschen (o. Abb.)

4) Ein und Derselbe (o. Abb.)

5) mjölnir (o. Abb.)

 

 

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Ausstellungen

 

Landschaft
Oktober 2012.

 

Jaerna/Schweden, Anfang Oktober (genauere Daten folgen).

 

Der Abend
Vernissage 8. Juni. Austellungsdauer bis 25. Juni 2012. Ungarn Máriabesnjö (Gödöllö).

 

Ein und Derselbe.
Vernissage 26. November 2011, 11 Uhr. Austellungsdauer bis 26. April 2012. Dependance Berlin, Türksteinweg 6, 14167 Berlin-Zehlendorf.

 

Selbstüberwindung – quer.
Vernissage 12. Janaur 2011. Austellungsdauer bis 25. November 2011. Dependance Berlin.